„Mitschülerin KI“ – Zu Gast bei Ö1 Moment

„Mitschülerin KI“ – Zu Gast bei Ö1 Moment

Ich bin ein großer Ö1-Fan. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Journalist Noel Kriznik mich für die gestrige Ausgabe von Ö1 Moment im Unterricht am GRG 15 Auf der Schmelz begleitet hat. Die 25-minütige Sendung trägt den Titel „Mitschülerin KI – Wie künstliche Intelligenz den Schulunterricht verändert“ und geht einer Frage nach, die mich täglich beschäftigt: Was passiert, wenn KI-Tools zum ständigen Begleiter von Schüler:innen werden – und wie sollten Lehrpersonen darauf reagieren?

Vom derstandard-Text zu Ö1

Die Sendung kommt für mich zu einem spannenden Zeitpunkt. Erst vor einer Woche habe ich auf derstandard.at einen Text veröffentlicht, der sich als einer der meistdiskutierten und meistgeklickten Beiträge der letzten zwei Jahre herausgestellt hat: „Ich habe eine App gebaut. Ich kann nicht programmieren.“ Darin beschreibe ich, wie ich mit Vibe Coding – also dem Erstellen von Software durch natürlichsprachige Anweisungen an eine KI – interaktive Lern-Apps für meinen Unterricht baue. Ganz ohne Programmierkenntnisse, in weniger als einer Stunde. Im Artikel beleuchte ich aber auch die Schattenseiten: Sicherheitslücken im KI-generierten Code, die Gefahr, dass Schüler:innen nie wirklich programmieren lernen, und die Tatsache, dass ein hübsches Tool nicht automatisch ein gutes Lerntool ist. Dass der Text so viel Resonanz erzeugt hat, zeigt mir: Das Thema trifft einen Nerv. Die Ö1-Sendung setzt genau dort an.

Worum es in der Sendung geht

Noel Kriznik hat mich im Unterricht besucht und mit meinen Schüler:innen gesprochen. Entstanden ist ein differenziertes Bild: Ein Schüler berichtet, wie er mit ChatGPT Vokabelkarten erstellt und Texte verbessert – betont aber, dass er Aufsätze bewusst selbst schreibt. Meine Maturant:innen Gregor und Marina warnen davor, dass eigenständiges Denken verloren geht, wenn man jede Frage an die KI delegiert. Und eine Schülerin erzählt, dass eine Freundin ChatGPT gefragt hat, ob sie lieber zu McDonald’s oder zum Waffelladen gehen soll – nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern weil sie sich schlicht nicht entscheiden konnte.

Mein Zugang

Rund 90 % meiner Unterrichtseinheiten entstehen mit irgendeiner Form von KI-Unterstützung – ob beim Strukturieren von Gedanken, beim Sammeln von Ideen oder beim Erstellen von Materialien. Wenn Schüler:innen mich fragen, ob ein Arbeitsblatt KI-generiert ist, sage ich offen: Ja, KI hat mir dabei geholfen. Transparenz ist für mich nicht verhandelbar.

Gleichzeitig sehe ich meine Rolle klar: Lehrpersonen sind keine Detektiv:innen. KI-Detektionssoftware ist zu unzuverlässig, die Gefahr von False Positives real. Stattdessen geht es darum, Rahmenbedingungen zu schaffen: Wer KI nutzt, muss den Einsatz dokumentieren. Reine Texthausübungen für daheim gibt es bei mir nicht mehr – in der Oberstufe setze ich auf multimodale Formate und stärkere Gewichtung der mündlichen Mitarbeit.

Fellofish: Prozess statt Endprodukt

Ein konkretes Beispiel, das ich in der Sendung zeigen konnte, ist der Einsatz von Fellofish im Englischunterricht – ein datenschutzkonformes Schreibtool aus Deutschland. Schüler:innen verfassen eine Erstversion, erhalten KI-gestütztes Feedback basierend auf Kriterien, die ich vorher festlege, und überarbeiten dann ihren Text. Das Entscheidende: Ich sehe den gesamten Prozess – erste Version, Feedback, zweite Version. Das ist die Richtung, in die sich Bewertung entwickeln muss: weg vom reinen Endprodukt, hin zur Sichtbarkeit des Lernwegs.

Was es jetzt braucht: Haltung

KI verschwindet nicht, wenn wir wegschauen. Lehrpersonen müssen das Thema aktiv ansprechen und den Einsatz begleiten – nicht als Überwacher:innen, sondern als Wegbegleiter:innen. Gleichzeitig brauchen wir den Mut, bewusst Räume ohne Digitalität zu schaffen. Und wir müssen eine Entwicklung ernst nehmen, die mir zunehmend Sorgen macht: Kinder, die ihre Probleme lieber einem Chatbot anvertrauen als Gleichaltrigen.

Danke

Danke an Noel Kriznik und das gesamte Ö1-Moment-Team für die spannende und respektvolle Gestaltung dieser Sendung. Es war mir eine Freude, dabei sein zu dürfen.

Die Sendung ist auf oe1.orf.at nachhörbar.

Was für eine Woche!

Was für eine Woche: Medienkompetenz, KI-Praxis und ein Blick in die Zukunft

Puh, was für eine Woche! Manchmal gibt es Phasen, da fügt sich alles zusammen und die Themen, für die man brennt, bekommen plötzlich eine unglaublich große Bühne. Diese Woche war genau so eine Zeit, und ich bin ehrlich gesagt ziemlich stolz und überwältigt von dem, was alles passiert ist. Drei große Ereignisse haben diese Tage geprägt, die alle auf ihre Weise meine Kernthemen – Medienkompetenz und Künstliche Intelligenz im Bildungsbereich – beleuchtet haben.

1. Auf dem Panel beim „Tag der Medienkompetenz“ von STANDARD und ORF

Das erste große Highlight war definitiv meine Teilnahme am allerersten „Tag der Medienkompetenz„, der vom STANDARD und dem ORF im ORF-Zentrum am Küniglberg veranstaltet wurde. Es war mir eine riesige Ehre, Teil des Panels „Medienkompetenz in der Schule: Was tun gegen Fake News?“ zu sein.

(© Zoe Opratko)

Neben so geschätzten Persönlichkeiten wie der Digitalexpertin Ingrid Brodnig und Bildungsminister Christoph Wiederkehr durfte ich, moderiert von Stefan Lenglinger, über die dringlichsten Herausforderungen im digitalen Zeitalter diskutieren. Wir sprachen über Desinformation, den Umgang mit KI-Tools wie Sora oder Grok und den massiven Einfluss von Plattformen wie TikTok auf unsere Schüler:innen.

(© Zoe Opratko)

Es war eine unglaublich wichtige Diskussion, denn genau hier, in den Klassenzimmern, entscheidet sich mit, wie unsere zukünftige Gesellschaft mit Informationen umgeht. Dass die gesamte, 50-minütige Diskussion dann auch noch am Folgetag (Mittwoch, 12.11.) auf ORF III ausgestrahlt wurde, war natürlich ein zusätzlicher Meilenstein.

2. Mein Impuls im „FelloFish Forum“ zur KI in der Schule

Kaum vom Küniglberg zurück, stand am Mittwochabend schon der nächste Termin an: ein Auftritt im FelloFish Forum. Hier ging es weniger um die „große“ politische Debatte als vielmehr um die konkrete Umsetzung im Schulalltag.

Mein Thema lautete: „KI in der Schule – Wenn Schulen sich auf den Weg machen„. Ich durfte einen Impuls dazu geben, wie Schulen das Thema KI strukturiert und nachhaltig angehen können. Wie beziehen wir das Kollegium ein? Welche praxisnahen Methoden gibt es, um den Grundstein zu legen? Und wie entwickeln wir eine Strategie, die wirklich zur eigenen Schule passt? Die anschließende Diskussion mit den vielen interessierten Teilnehmer:innen hat gezeigt, wie groß der Bedarf an praxisnahen Lösungen ist.

3. Mein Beitrag im Magazin „familiii“

Und als wäre das alles nicht schon genug gewesen, durfte ich diese Woche auch noch meinen Beitrag im neuen Magazin „familiii“ sehen. Unter dem Titel „Lernen für ein Leben mit KI“ wird dort mein Zugang zum Thema ausführlich beleuchtet.

Der Artikel fasst perfekt zusammen, wofür ich stehe: KI ist eine Tatsache, die nicht mehr weggehen wird. Wir müssen lernen, sie zu nutzen, aber auch ihre Gefahren – wie Bias oder Deepfakes, mit denen wir ja leider auch schon in der Schule konfrontiert waren – klar zu benennen. Es geht darum, Schüler:innen einen offenen, aber kritischen Umgang beizubringen. Wie der Artikel hervorhebt, bedeutet das für mich auch eine Veränderung in der Bewertung: weg vom reinen Endprodukt, hin zur Bewertung des Lernprozesses, den wir als Lehrkräfte begleiten.


Mein Fazit

Diese drei Ereignisse – von der hochkarätigen Mediendebatte auf ORF III über den praxisnahen KI-Workshop bis hin zur Reflexion meiner Haltung im Magazin „familiii“ – machen mich unglaublich dankbar. Sie zeigen, dass die Themen Medienkompetenz und ein pädagogisch sinnvoller Umgang mit KI endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Ich bin stolz, ein Teil dieser wichtigen Debatte zu sein und meine Erfahrungen aus der Praxis teilen zu dürfen.

Codes im Klassenzimmer

„Codes im Klassenzimmer“ – Mein Instagram-Guide als PDF-Download

Heute habe ich auf meinem Instagram-Kanal @bernhard_gmeiner einen mehrteiligen Post mit dem Titel „Codes im Klassenzimmer“ veröffentlicht. Mein Ziel war es, eine Hilfestellung für Lehrkräfte und Eltern zu bieten, um die oft versteckten Symbole, Emojis und Phrasen der Manosphere und der Neuen Rechten besser erkennen und einordnen zu können.

Die Resonanz auf diesen Beitrag war super. Ich habe Nachrichten von Kolleg:innen, aber auch von Eltern erhalten. Eine Rückmeldung fand ich besonders schön, da die Kollegin meinte, dass dieser Guide eine Lücke fülle. Denn viele dieser „Dog Whistles“ (Codes, die für Außenstehende harmlos klingen ) waren ihr im Schulalltag zwar schon begegnet, konnten von ihr aber nicht klar zugeordnet werden.

In vereinzelten Nachrichten kam eine Frage auf: Ob ich die gesammelten Slides nicht auch als PDF-Datei zur Verfügung stellen könnte.

Das mache ich natürlich sehr gerne. Ein PDF lässt sich einfacher im Kollegium teilen, bei Konferenzen herzeigen oder schlicht offline als Nachschlagewerk bereithalten.

Vielen Dank für das Interesse und das positive Feedback!

Hier steht der komplette Guide „Codes im Klassenzimmer“ (16 Seiten) als PDF-Datei zum Download bereit:

Tag der Medienkompetenz

Fakten brauchen Verbündete

Eine besondere Einladung hat mich vor Kurzem erreicht: DER STANDARD hat mich eingeladen, am 11. November 2025 beim „Tag der Medienkompetenz“ im ORF-Zentrum an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. Eine große Ehre und eine Sache, auf die ich mich sehr freue.

Das Thema ist dringender denn je. Unsere Schüler:innen wachsen in einer komplexen Medienwelt auf, in der KI-generierte Inhalte und gezielte Desinformation allgegenwärtig sind. Eine OECD-Umfrage zeigt, dass nur 60 Prozent der Jugendlichen in Österreich Quellen prüfen – ein internationaler Tiefstwert. Medienkompetenz ist daher keine reine Zusatzqualifikation mehr, sondern eine demokratiepolitische Notwendigkeit.

Die Initiative „Zukunft Medienkompetenz – #FaktenbrauchenVerbündete“ von STANDARD, ORF und Ö3 setzt genau hier an, um Lehrer:innen zu unterstützen.

Im Mittelpunkt steht für mich die Podiumsdiskussion um 13:30 Uhr zum Thema „Medienkompetenzen in der Schule“. Gemeinsam werden wir diskutieren, wie wir als Lehrkräfte souverän mit TikTok, KI und der Flut an Nachrichtenquellen umgehen können. Ich freue mich sehr darauf, das Podium mit diesen Gästen zu teilen:

  • Christoph Wiederkehr, Bildungsminister
  • Ingrid Brodnig, Medienexpertin und Buchautorin.

Die Moderation übernimmt Stefan Lenglinger (ZiB).

Die Veranstaltung war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht, was den hohen Bedarf an diesem Thema unterstreicht. Ich erwarte eine spannende Debatte und einen wichtigen Austausch. Es ist ein gutes Signal, dass die größten Medienhäuser des Landes dieses Thema gemeinsam mit dem Bildungsministerium auf die Agenda heben.

Denn eines ist klar: Fakten brauchen Verbündete.

Mehr Infos findet man hier: DER STANDARD

Checker Tobi bei mir zu Gast

Ein halbes Jahr Planung für einen unvergesslichen Tag: Mein erstes Schmelzgespräch für die Unterstufe mit „Checker Tobi“

Letzte Woche war es endlich so weit: Das erste Schmelzgespräch des neuen Schuljahres fand statt, und ich bin einfach nur mega happy und auch ein bisschen stolz, wie grandios alles funktioniert hat. Hinter diesem Event stecken ein halbes Jahr Planung und unzählige, hartnäckige Nachfragen bei Tobi Krells Management. Aber gestern hat sich gezeigt: Jeder einzelne Aufwand hat sich gelohnt. Tobi war tatsächlich da, und die Reaktion der Schüler:innen war überwältigend – sie sind zum Teil völlig ausgerastet vor Freude!

Es war in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Schmelzgespräch. Zum ersten Mal haben wir dieses Format gezielt für unsere Unterstufe veranstaltet, und „Checker Tobi“ war dafür der absolut perfekte Gast. Er ist ein unglaublich sympathischer, herzlicher und empathischer Mensch, der den Kindern und Jugendlichen vom ersten Moment an auf Augenhöhe begegnete und ihre Neugier ernst nahm.

Die Begeisterung war so groß, dass ich am Ende zu einer unkonventionellen Maßnahme greifen musste: Ich habe noch nie einen Gast heimlich durch den Lehrer:innenausgang schleusen müssen, aber anders wäre er der selfiehungrigen und autogrammjagenden Meute wohl nicht mehr entkommen. Ein schönes Chaos!

Nach diesem vollen Erfolg gilt der Fokus jetzt aber schon dem nächsten Event. Dann darf die Oberstufe wieder dabei sein, wenn wir Ende November Bildungsminister Christoph Wiederkehr zu den Schmelzgesprächen bei uns begrüßen dürfen. Ich freue mich schon darauf!

Ohne Shortcut zur Leistung

„Ohne Shortcut zur Leistung“

Seit dem Aufkommen generativer KI hat sich die Bildungslandschaft fundamental verändert. Als Lehrkraft stehe ich wie Sie täglich vor der Frage: Wie können wir Leistungen noch fair bewerten, wenn Texte, Bilder und Ideen auf Knopfdruck generierbar sind? Aus dieser intensiven Auseinandersetzung, unzähligen Gesprächen im Kollegium und der Co-Kreation mit den fortschrittlichsten KI-Modellen ist mein neues, umfassendes Handbuch entstanden: „Ohne Shortcut zur Leistung: KI-resistente Aufgabenformate im Unterricht“


Mein Ziel ist es, den Fokus von einer defensiven Abwehrhaltung gegen KI hin zu einer proaktiven, pädagogisch wertvollen Weiterentwicklung unserer Aufgaben- und Prüfungskultur zu lenken. Dieses Handbuch ist Ihr praxisnaher Begleiter auf diesem Weg.

Was erwartet Sie in diesem Handbuch?
💡 Eine klare pädagogische Vision: Entdecken Sie, wie der Paradigmenwechsel vom reinen Produktfokus hin zur Bewertung des gesamten Lernprozesses gelingen kann. Das Handbuch basiert auf den vier Säulen KI-resistenter Aufgabenstellungen: Mündlichkeit, Prozessorientierung, Kontextualisierung und Kollaboration.
🛠️ 15+ konkrete, praxiserprobte Aufgabenformate: Ich stelle Ihnen über 15 sofort einsetzbare und KI-robuste Aufgabenformate vor – von der klassischen Disputation über projektbasierte Medienproduktion bis hin zu innovativen Ansätzen wie der Dilemma-Diskussion oder dem biografischen Lernen.
Direkt anwendbare Bewertungsraster: Zu den zentralen Aufgabenformaten wie Podcasts, Erklärvideos oder der Prozessdokumentation finden Sie detaillierte und anpassbare Bewertungsraster, die Ihnen die transparente und faire Benotung erleichtern.
🚀 Die Offensive Wende – KI als Lerngegenstand: Erfahren Sie, wie Sie KI aktiv und kritisch in den Unterricht integrieren können. Das Handbuch zeigt Ihnen, wie Schüler:innen zu „Bias-Detektiven“ werden oder die Kompetenz des „Prompt Engineering“ als bewertbare Leistung erlernen können.
🤔 Tiefergehende Reflexionen für die Schulentwicklung: Das Handbuch geht über konkrete Methoden hinaus und beleuchtet die systemischen, rechtlichen und psychologischen Dimensionen des Wandels – von Fragen der Chancengerechtigkeit über Datenschutz bis hin zur Arbeitsbelastung für Lehrkräfte.
🤝 Materialien für die kollegiale Zusammenarbeit: Nutzen Sie die enthaltenen Reflexionsfragen und Umsetzungsempfehlungen als Grundlage für Diskussionen im Team, in Fachgruppen oder bei pädagogischen Konferenzen, um die Transformation gemeinsam zu gestalten.

Was bietet dieses Handbuch nicht?
Keine simplen Tricks oder Verbotslisten: Dieses Handbuch ist keine Sammlung von kurzfristigen „Lifehacks“, um KI-Nutzung zu unterbinden. Es geht um einen nachhaltigen, pädagogischen Wandel der Lernkultur.
🚫 Keine technischen Tool-Anleitungen: Der Fokus liegt klar auf der Didaktik und Methodik. Sie finden hier keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen für bestimmte Software-Anwendungen.

Transparenz und Co-Kreation
Dieses Handbuch ist selbst das Ergebnis eines hybriden Prozesses. Es verbindet meine langjährige pädagogische Erfahrung mit dem gezielten Einsatz von KI-Tools wie Gemini 2.5 Pro, ChatGPT 4o/o3 und Perplexity Pro für Recherche, Strukturierung und Ausformulierung. Die Transparenzoffenlegung im Buch gibt detailliert Einblick in diesen Prozess.

Audio-Zusammenfassung: Sie wollen einen kurzen Einblick? Dann hören Sie sich den Podcast (6min) zum Handbuch an ➡️ https://bit.ly/ohneshortcutzurleistung
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Vortrag beim eBazar 2025

Beim eBazar 2025 an der PH Wien durfte ich meinen Workshop „Eine Woche KI im Klassenzimmer“ leiten – gemeinsam mit drei großartigen Schülerinnen aus meiner 5A zeigten wir, wie meine Klasse und ich im Jänner eine Woche lang verschiedene Perspektiven rundum KI beleuchteten.

In a nutshell, was passierte in unserer KI-Woche?

Tag 1: KI verstehen
Einstieg mit Brainstorm und einem Gast-Workshop zu neuronalen Netzen und Bias . Im anschließenden Bilder-Quiz entschieden die Schüler:innen zwischen realen und KI-generierten Motiven, wobei über die Hälfte der KI-Bilder fälschlicherweise als echt erkannt wurde .

Tag 2: Ein Blick in die Zukunft
Impuls durch die ORF-Doku „Das Ende der Wahrheit?“ und Diskussions-Kick-off zu Fake News und Berufsfeldern . In den Kleingruppen wurden Effizienzsteigerungen ebenso wie Risiken durch algorithmische Verzerrung und Wegfall klassischer Jobs intensiv abgewogen .

Tag 3: Praxis statt Theorie
Interaktiver Lernkurs und Tool-Safari mit ChatGPT, Fobizz und NotebookLM. Die Teilnehmenden erhielten einen DSGVO-konformen Zugang zu Fobizz und erprobten selbst das Prompt-Design .

Tag 4: Mensch oder Maschine?
Film Her und ethische Leitfragen regten zur Auseinandersetzung mit KI-Beziehungen an . Die Analyse der Filmsequenz löste lebhafte Debatten darüber aus, ob KI emotionale Unterstützung bieten kann und welche sozialen Kompetenzen dabei verloren gehen .

Tag 5: Kunst und Unsterblichkeit
Musik-Experiment mit Suno und Impulse aus der Black-Mirror-Folge “Be Right Back” . Beim Suno-Experiment erlebten die Schüler:innen direkt, wie KI kreative Prozesse unterstützt und zugleich Fragen zur digitalen Unsterblichkeit und zum Urheberrecht aufwirft .

Mehr Details zum Konzept und Ablauf findet ihr in meinem ausführlichen Beitrag auf DerStandard.at

Prompting-Guide

Prompting-Guide

Seit Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Möglichkeiten, wie Künstliche Intelligenz den schulischen Alltag verändert. Nach vielen Gesprächen, intensiver Recherche und enger Zusammenarbeit mit meinen Kollegen Daniel Payer, Norman Graf und Ronald Worgatsch freue ich mich, einen Prompting-Guide vorzustellen.

In diesem Guide teilen wir unsere Erfahrungen und praxiserprobte Techniken, um KI-Tools gezielt und effizient im Unterricht einzusetzen. Ziel ist es, Lehrkräfte dabei zu unterstützen, den Einstieg in die Welt der generativen KI zu erleichtern – sei es für den Englischunterricht, Mathematik oder andere Fächer.

Was erwartet Euch im Guide?

  • Praxisbezug: Alle Beispiele und Übungen stammen aus unserem schulischen Alltag und sind speziell auf die Bedürfnisse von Lehrkräften zugeschnitten.
  • Vielfältige Anwendungsbereiche: Der Guide deckt eine breite Palette von Prompting-Techniken ab – von einfachen, unstrukturierten Anfragen bis hin zu komplexen, strukturierten Prompts.
  • Aktuelle Methoden: Neben bewährten Techniken zeigen wir auch innovative Ansätze wie den Anti-Boomer-Prompt, der schnelle und präzise Ergebnisse liefert.

Ein besonderer Dank gilt meinen Kollegen Daniel Payer, Norman Graf und Ronald Worgatsch für die inspirierende Zusammenarbeit und den wertvollen Austausch. Gemeinsam haben wir diesen Guide entwickelt, um den Lehrkräften einen klaren und praxisnahen Einstieg in den Umgang mit KI zu ermöglichen.

Ich lade Euch herzlich ein, den Prompting-Guide herunterzuladen und auszuprobieren – vielleicht entdeckt Ihr dabei ganz neue Möglichkeiten, Euren Unterricht zu bereichern.

Download Prompting-Guide

Generation KI

Ergebnisse der KI-Umfrage an meiner Schule

Eine anonyme Umfrage unter meinen Oberstufenschüler:innen (n=146) zeigt, wie selbstverständlich KI-Tools im Schulalltag geworden sind. 60 % der Befragten nutzen KI-Tools mehrmals pro Woche, 10 % täglich. Beliebteste Anwendungen sind ChatGPT, Snapchat AI und Microsoft Copilot, die vor allem für Texte, Übersetzungen, Zusammenfassungen und Recherchen eingesetzt werden.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass Schüler:innen mit häufiger KI-Nutzung die Unterstützung durch Lehrkräfte kritischer bewerten. Zwei Drittel der täglichen Nutzer:innen empfinden diese als (eher) unzureichend.

Die Umfrage verdeutlicht die Chancen und Herausforderungen der KI im Klassenzimmer. Detaillierte Visualisierungen der Ergebnisse findet ihr hier.

Zurück aus den Ferien

Zurück aus den Ferien

Die Sommerferien sind vorbei, und die Schule hat wieder begonnen. Während die ersten Tage oft von organisatorischen Aufgaben und dem Wiedersehen mit Kolleg:innen und Schüler:innen geprägt sind, steckt bereits viel Energie in den Vorbereitungen für das neue Schuljahr. Ich freue mich sehr, dass ich auch in diesem Jahr wieder spannende Projekte und Initiativen begleiten darf.

Hier ein kleiner Einblick in die aktuellen Themen, die mich gerade besonders beschäftigen:

1) Video-Podcast Aufnahme mit der Stiftung für Wirtschaftsbildung:

Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, eine Video-Podcast Aufnahme mit der Stiftung für Wirtschaftsbildung zu machen. In dieser Aufnahme haben wir uns intensiv mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in agilen Projekten beschäftigt. Das Video wird in etwa zwei Wochen online verfügbar sein – ich halte euch auf dem Laufenden!

2) DerStandard Blog: „Bayerns KI-Offensive, Österreichs Schulen auf der Ersatzbank“

In meinem neuesten Blog-Beitrag für DerStandard habe ich mich mit der Frage auseinandergesetzt, wie Österreich im Vergleich zu Bayern bei der Integration von KI in den Bildungssektor abschneidet. Warum hinken wir hinterher, und was können wir von unseren Nachbarn lernen? Den ganzen Artikel könnt ihr hier nachlesen: DerStandard Blog #4.

3) Meine Gedanken zur VWA im Interview mit ORF TOPOS:

Im Gespräch mit ORF TOPOS habe ich meine Gedanken zu den Alternativen zur Vorwissenschaftlichen Arbeit im Kontext der Nutzung von KI in der Bildung geteilt. Wie könnte sich die Abschlussarbeit an österreichischen Schulen durch die Einführung von KI verändern? Welche neuen Möglichkeiten bieten sich, und welche Herausforderungen müssen wir dabei bewältigen? Hier geht es zum Interview: ORF TOPOS Interview.

Ich bin gespannt auf die kommenden Wochen.